Weist du wie viel Kreuzlein stehen am weiten Lotto-Himmelszelt ?

... es sind genau 6x 13.983.816. Die Formel hierfür ist relativ einfach, man findet sie in Mathematikbüchern unter dem Kapitel Kombinatorik.

Um diese Zahl mit einer Vorstellung zu verbinden, stellen wir uns einen Lottospieler vor, der emsig alle Kombinationen auf Lottoscheinen ausfüllt. Gehen wir einmal davon aus, dass er von Tippscheinen für sog. Vollsysteme noch nichts gehört hat und deshalb einfache Lottoscheine mit jeweils 12 Tippkästen ausfüllt. Er braucht 1.165.318 Tippscheine.

Die Tippscheine sind ja umsonst, aber nicht die sog. Bearbeitungsgebühr. Hierfür ist im Voraus ein Vermögen fällig, ohne dass hierfür eine Gewinnchance gegeben ist.

Nehmen wir außerdem an, es werden durchschnittlich 10 Sekunden für die 6 Kreuze eines Tipps benötigt. Die wöchentliche Arbeitszeit beschränken wir auf 38 Stunden. Er schafft demnach in einer Woche 13.680 Tipps, das sind 1140 Lottoscheine pro Woche (und wahrscheinlich eine Delle am Mittelfinger vom Kugelschreiber).

Rechnen wir großzügig mit 45 Arbeitswochen pro Jahr, dann kommen wir auf eine Jahresleistung von 615.600 Tipps bzw. 51.300 Lottoscheine. Nach einem Jahr ist erst 4,4 % der Arbeit erledigt.

Machen wir es kurz: Er braucht fast 23 Jahre für alle Kombinationen, mehr als ein halbes Berufsleben.

Was ist nun der Lohn dieser Arbeit? Garantiert irgendeine - man weiß nicht welche - Krankheit. Aber finanziell muss schon aus prinzipiellen Erwägungen weniger herauskommen als hineingesteckt wurde, denn von der Pleite einer Lottogesellschaft hat man bisher noch nie etwas gehört und wegen des Totalisatorprinzips mit nur 50%iger Gewinnausschüttung wird man auch in Zukunft davon nichts hören.

Trotzdem könnte die Sache durch einen zufälligen Jackpot sogar im Gewinn enden. Details hierzu in einem anderen Beitrag. Diese Darstellung soll nur vergegenwärtigen, welche enorme Menge an Kombinationen das scheinbar kleine Tippfeld mit 49 Kästchen und 6 Kreuzen bietet.

 

12/01