Immer dieselben Zahlen tippen - Gut oder schlecht ?
Schlecht ! - Warum ?
Ein Grund weshalb Leute so etwas tun, besteht in dem Irrglauben,
dass die Trefferchance höher ist, wenn man stets bei dem gleichen
Tipp bleibt (es können auch mehrere gleiche Tipps sein).
Das Hin-und-her-Springen bei den Tippzahlen hat in deren Vorstellung
etwas damit zu tun, dass die Gewinnzahlen dadurch
verpasst werden. Diese Meinung wird vom realen Leben gefördert,
denn Geradlinigkeit und Beständigkeit führen normalerweise
leichter zum Ziel als launische Wechselhaftigkeit. Die Geduld und
das Festhalten an immer denselben Zahlen wird eines Tages belohnt
werden, so die Hoffnung.
Hört sich irgendwie sympathisch an. Aber wie so oft klaffen
die allgemeine Empfindung und die Aussagen
der Statistik weit auseinander. Die Wahrscheinlichkeit eines
Treffers hängt nur von der Anzahl
der abgegebenen Tipps ab. Es spielt dabei keine Rolle welche Zahlen
man tippt, es können auch immer dieselben sein. Jede
Ausspielung ist neu zu werten. Die Vergangenheit
ist ohne Einfluss, denn andernfalls würde man den Lottozahlen
ja ein Gedächtnis unterstellen.
Also man handelt sich mit gleichbleibenden Tippzahlen keinen
statistischen Vorteil ein - aber auch keinen
Nachteil.
Man macht sich jedoch zum Sklaven des eigenen
Tippverhaltens und das ist das Schlimme daran. Bei jedem
freiwillig oder unfreiwillig ausgelassenem Wochentipp werden Qualen
durchlebt. Paradoxerweise wäre die Ziehung der "eigenen"
Tippzahlen dann verheerend, so sehr sie auch sonst herbeigesehnt
werden.
Der mentale Schaden vergrößert sich noch, wenn die Tippzahlen
mit Geburtstags- oder anderen Lebensdaten
von nahestenden Personen verquickt werden. Abgesehen davon ergeben
Gewinnzahlen, die Datumsangaben ähnlich
sind niedrige Gewinnquoten (siehe
auch hier).
Spieler die trotzdem mit "ihren" festen Tippzahlen einen
dicken Gewinn erzielt haben, werden über diese Thematik natürlich
anders denken. Ursache für den Gewinn war allerdings, wie in
allen andern Fällen auch, Glück.
Wer stets die dieselben Zahlen tippt,
erlegt sich freiwillig einen Zwang auf,
ohne dass als Ausgleich hierfür ein statistischer Vorteil entsteht.
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