Summen bei den Auswahlwette-Tipps
Die folgende Untersuchung ist ähnlich durchgeführt wie
bei den Summen der Lottozahlen.
Der untersuchte Zeitraum beträgt jedoch nur 10
Jahre und nicht 45 Jahre wie beim Lotto. Die Regeln
und der Mix der Spielepaarungen hat sich
bei der Auswahlwette im Laufe der Zeit
geändert, so dass ein direkter Vergleich über den gesamten
Zeitraum nicht sinnvoll ist.
Betrachtet wird wieder die Summe der 6 Tippzahlen
der Auswahlwette:
S = T1 + T2 + T3 + T4
+ T5 + T6
Der statistische Mittelwert für
die Summe der 6 Tippzahlen ist 138,
das läßt sich über verschiedene Methoden
ermitteln, worauf hier aber nicht eingegangen wird.
Verwandt hiermit ist die Betrachtung des Mittelwertes
der 6 Tippzahlen ( M = S / 6 ). Der Unterschied
besteht nur in dem Faktor 1 / 6. Entsprechend
ist der statistische Mittelwert der 6 Auswahlzahlen 138 / 6 = 23.
Für die Auswahlwette gibt es 8.145.060
Kombinationsmöglichkeiten. Die Summe der kleinsten Zahlen beträgt
21, die Summe der größten Zahlen
beträgt 255. Sie kommen jeweils natürlich
nur in einer Kombination vor.
Genau in der Mitte dazwischen liegt der Mittelwert 138.
Dieser Mittelwert erscheint allerdings bei 105.690
Kombinationen.
In der Abbildung unten sind die absoluten Häufigkeiten
der Summen von 1991 bis 2000 als dunkelblaue
Punkte graphisch dargestellt. Die rote
Kurve zeigt die Häufigkeit der Summen, wie sie
theoretisch zu erwarten wäre. Es ist die bekannte Glockenkurve,
die ihr Maximum beim Summenwert = 138
hat.
Für den betrachteten 10jährigem
Zeitraum sollte die Summe=138 theoretisch
fast 7x vorgekommen. Real
ist sie nur 5x erschienen, wegen der großen
Streuung besagt das aber nicht viel.
Am häufigsten (11x) kam die Summe
= 154 vor. Dieser überhöhte
Wert ist ein weiterer Beleg für die große Streuung der
Summenwerte. Die Streuung ist viel größer als bei den
vergleichbaren Summen der Lottozahlen. Zwar
ist eine Ursache hierfür die geringere Anzahl der untersuchten
Ausspielungen, der Hauptgrund liegt jedoch in der unterschiedlichen
Art der Gewinnzahlenermittlung.
Es macht keinen Sinn, die Punkte durch Linien zu verbinden, wie
das beim Lotto möglich ist. Wegen der großen Streuung
ergäbe sich hier nur eine unübersichtliche ZickZack-Linie.
Aufschlußreicher ist die blaue Trendlinie,
die durch die Punkte gelegt wurde. Abgesehen
von der großen Streuung erkennt man gegenüber der theoretischen
Glockenkurve einen flacheren Verlauf
und eine Verschiebung zu kleineren Summenwerten.
Der maximale Einzelwert (154/11) ist paradoxerweise nach
hinten verschoben, was die Streuung aber nochmals betont.

theoretisch praktisch
Erwartungs-/ Mittelwert 138,0 137,1
Varianz 1041,0 1499,3
Standardabweichung 32,3 38,7
Die Standardabweichung ist ein Maß für die durchschnittliche
Abweichung vom Mittelwert.
Die Gegenüberstellung der theoretischen
zu den empirisch ermittelten statistischen Kennzahlen
zeigt einerseits, daß die Varianz
um ca. 50% (1041 bzw. 1499) beträchtlich
von dem Wert abweicht, der bei perfekten Zufallszahlen zu erwarten
wäre, andererseits entspricht der Mittelwert
der Zahlensumme der Erwartung.
Die gleiche Aussage wie für die Varianz
gilt auch für die Standardabweichung, die ja die Wurzel
aus der Varianz ist und angibt, um welchen Betrag die Summen durchschnittlich
um den Mittelwert (138) pendeln.
Die nichtsymmetrische Verteilung der Summenwerte bei
der Auswahlwette bietet zwar einen Ansatzpunkt für ein systematisches
Spiel, jedoch wird der erzielbare Vorteil leider nicht den
Nachteil der nur 50%igen Gewinnauszahlung vollständig kompensieren
können.
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